Mittlerweile bin ich dem ganzen Wahlkampf um den künftigen Präsidenten der USA überdrüssig und mir immer noch nicht so sicher, ob McCain es wert wäre, gewählt zu werden, damit Obama bloß nicht das Weiße Haus bezieht. Meine Meinung zu letzterem ist ja mittlerweile bekannt; auf die Spitze trieb er es in einem der Wahlkampfduelle, als er tatsächlich sagte, dass man gegenüber Pakistan notfalls auch auf härtere Mittel zurückgreifen müsse, wenn dort nicht bald wirksam gegen die im Norden des Landes sich versteckt haltenden Taliban vorgegangen werde und dass er die Truppen aus dem Irak schnell abziehen wolle, um das Afghanistankontingent massiv auszubauen. Mit anderen Worten: Er würde sich in den offenen Konflikt mit der Atommacht und wichtigstem Partner der Region begeben und zudem den Irak verlassen und damit ein Machtvakuum schaffen, dass durch islamistisch-militante Gruppen ausgenutzt werden würde.
Bitte, wenn das die Absicht Obamas ist… Blöd nur, dass dadurch die Lage auf dem politischen und wirtschaftlichen Sektor weltweit in die Tiefe stürzen würde – aber hey, auch außenpolitische Anfänger machen nun mal Fehler.
Amüsante Beiträge zum US-amerikanischen Wahlkampf erobern derzeit das Internet. Einer davon sticht besonders hervor. Unbedingt bis zum Schluss schauen!
Current mood: Gespannt auf morgen
Currently listening to: Einschlägigen Old School Hip-Hop

[…] when she was a little startled by seeing the Cheshire Cat sitting on a bough of a tree a few yards off.
The Cat only grinned when it saw Alice. It looked good- natured, she thought: still it had very long claws and a great many teeth, so she felt that it ought to be treated with respect.
„Cheshire Puss,“ she began, rather timidly, as she did not at all know whether it would like the name: however, it only grinned a little wider. „Come, it’s pleased so far,“ thought Alice, and she went on. „Would you tell me, please, which way I ought to go from here?“
„That depends a good deal on where you want to get to,“ said the Cat.
„I don’t much care where-“ said Alice.
„Then it doesn’t matter which way you go,“ said the Cat.
„-so long as I get somewhere,“ Alice added as an explanation.
„Oh, you‘re sure to do that,“ said the Cat, „if you only walk long enough.“
Alice felt that this could not be denied, so she tried another question. „What sort of people live about here?“
„In that direction,“ the Cat said, waving its right paw round, „lives a Hatter*: and in that direction,“ waving the other paw, „lives a March Hare**. Visit either you like: they‘re both mad.“
„But I don’t want to go among mad people,“ Alice remarked.
„Oh, you can’t help that,“ said the Cat: „we‘re all mad here. I‘m mad. You‘re mad.“
„How do you know I‘m mad?“ said Alice.
„You must be,“ said the Cat, „or you wouldn’t have come here.“
Alice didn’t think that proved it at all; however, she went on „And how do you know that you‘re mad?“
„To begin with,“ said the Cat, „a dog’s not mad. You grant that?“
„I suppose so,“ said Alice.
„Well, then,“ the Cat went on, „you see, a dog growls when it’s angry, and wags its tail when it’s pleased. Now I growl when I‘m pleased, and wag my tail when I‘m angry. Therefore I‘m mad.“
„I call it purring, not growling,“ said Alice.
„Call it what you like,“ said the Cat. […]
Alice waited a little, half expecting to see it again, but it did not appear, and after a minute or two she walked on in the direction in which the March Hare** was said to live. „I‘ve seen hatters* before,“ she said to herself; „the March Hare** will be much the most interesting, and perhaps as this is May it won’t be raving mad-at least not so mad as it was in March.“ […]She had not gone much farther before she came in sight of the house of the March Hare**: she thought it must be the right house, because the chimneys were shaped like ears and the roof was thatched with fur. It was so large a house, that she did not like to go nearer till she had nibbled some more of the lefthand bit of mushroom, and raised herself to about two feet high: even then she walked up towards it rather timidly, saying to herself „Suppose it should be raving mad after all! I almost wish I‘d gone to see the Hatter* instead!“
* Regelstudiengang
** Reformstudiengang
Das fasst es recht gut zusammen. Ich bin also im Reformstudiengang (RSM)! Meine Hoffnungen, Wünsche und Träume wurden also wahr und so gehöre ich seit Montag zu den 63 Glücklichen, die in diesem vielversprechenden Studiengang studieren dürfen. Vielversprechend, weil modern und gänzlich unterschiedlich zum alten Regelstudiengang, der ja wegen seines rückständigen didaktischen Ansatzes schon länger in harscher Kritik stand. Vielleicht finde ich ja ein andermal die Zeit, den RSM eingehend zu erklären, bis jetzt kam ich noch nicht dazu und das wird auch noch eine Weile so bleiben…
Heute jedoch stand der sog. „Progress Test Medizin“ im Vordergrund, ein unbenoteter Test auf Absolventenniveau, der von Studierenden des RSM jedes Semester abgelegt werden muss. Richtige Antworten bringen einen Plus-, falsche Antworten einen Minuspunkt. Zudem können die zweihundert nach Organsystemen geordneten MC-Fragen jeweils auch mit „Weiß nicht“ beantwortet werden, wofür null Punkte vergeben werden. Da im Laufe des Studiums immer mehr Fragen beantwortet werden können, lässt sich im Vergleich zum Jahrgang und auch zum Vorjahr feststellen, wo man steht, wobei die Auswertung auch Auskunft darüber gibt, über welche Organsysteme man überdurchschnittlich viel weiß und bei welchen man noch einmal Wissen nachholen sollte.
Naturgemäß musste ich ich etwa 85% aller Fragen mit „Weiß nicht“ beantworten, bei den restlichen war teilweise nach Hin- und Herüberlegen zumindest die Chance groß genug, richtig zu liegen. Eine davon war etwa:
Was kann Anzeichen einer Herzbeuteltamponade sein?
?) Weiß nicht
A) Bradykardie
B) gestaute Halsvenen
C) Beinödeme
D) irgendwas unsinniges
Ich hatte zwar anfangs an Hypotonie gedacht und zunächst Bradykardie angekreuzt, aber mich dann doch für B) entschieden. (Ist das richtig?)
Oder:
Der Ductus arteriosus Botalli ist bei Feten physiologisch und stellt eine Verbindung folgender Gefäße dar:
?) Weiß nicht.
A) Aorta ascendens mit Aorta descendens
B) Aorta descendens mit V. cava sup.
C) V. cava sup. mit A. pulmonalis
D) Aorta ascendens mit A. pulmonalis
Da konnte ich mich noch an D erinnern.
Interessant war allerdings, dass ich im kardiologischen Teil weitaus seltener „weiß nicht“ angekreuzt habe, als bei allen anderen Organsystemen, was zwar nicht heißt, dass diese Antworten auch richtig sind, aber für mich immerhin schon mal ein Fingerzeig ist, in welche Richtung ich vielleicht später mal gehe. Denn irgendwie hat es mir die Kardiologie angetan…
Ich bin gespannt auf die Auswertung, die ist zwar erst in vier bis sechs Wochen fertig, aber vielleicht gibt es dann mehr Aufschluss…
Current mood: Gespannt!
Currently listening to: Tokyo Police Club - Nurserey Academy
Morgen geht es los. Morgen fängt ein neues Kapitel in meinem Leben an, wie man so schön sagt. Sechs Jahre und hoffentlich nicht länger wird es andauern und zu einer prägenden Phase in meinem Leben werden: der Grundstein für das daran anschließende Berufsleben wird gelegt, Kontakte werden geknüpft, die Blüte des Lebens erwartet mich. Ganz nebenbei wird auch noch studiert, aber das ist nur die Rahmenhandlung.
Damit ich einen sauberen Start hinlegen kann, erwartet mich in der morgen um 8.15 Uhr beginnenden Woche eine sog. Orientierungseinheit, die mich und meine Ersti-Kommilitonen in den Makrokosmos Uni und den Mikrokosmos Medizinstudium einführt, uns einweiht, uns eintauchen lässt. Nach altem Brauch wird uns die Dekanin in ihrer Willkommensrede begrüßen und damit feierlich den ersten Tag einläuten, der unser erster als Medizinstudenten werden soll.
Ich freue mich schon sehr, aufgeregt bin ich aber nicht, obwohl sich morgen entscheiden wird, ob ich in den Reformstudiengang oder doch in den Regelstudiengang komme. Der alles entscheidende Tag der Wahrheit, wenn man so will. Entscheidend darüber, ob ich in diesem kommenden Kapitel nach einem modernen oder einem ausgedienten Lehrmodell studieren werde, ob ich lebensnah und anschaulich oder trocken und nur nach Lehrsätzen lernen werde, ob ich donnerstags in einer Arztpraxis arbeiten oder stattdessen einen lagen Marathon zwischen den Campi bewältigen werde. Wenn ich es selbst in der Hand hätte, ich würde mich für die erste Option entscheiden.
Wie es auch kommen mag, die nächste Woche und das Programm der Orientierungseinheit werden mir eine wertvolle Hilfe sein. Ich freue mich schon auf den kommenden Abschnitt.
Current mood: Marschbereit
Currently listening to: Crystal Castles - Alice Practice
Mit Ninjutsu anfangen.
Gibt’s als Hochschulsport an der HU in zwei thematisch voneinander abgegrenzten Kursen: „Mit leeren Händen auskommen“ und „Alltagsgegenstände als Verteidigungswaffen“.
Seitdem ich mehr oder weniger unfreiweillig nicht mehr Basketball spiele, fehlt mir doch was im Leben und so wäre es vielleicht sinnvoll, mal mit was neuem anzufangen. In Rostock wollten wir an einem Taekwondo-Kurs teilnehmen, aber der hat uns nicht zugesagt, weil die Leute da die ganze Zeit Basketball gespielt haben – zudem auf sehr niedrigem Niveau, also war es so oder so nicht mein Fall. Außerdem hab ich mich schon in der Oberstufe ein Semester lang in Judo geübt, was mir vielleicht noch was nützen könnte.
Ich werde jetzt zunächst abwarten, wie mir das erste Semester zusetzt und wenn Zeit bleibt, kann ich ja diesen Wochenendkurs besuchen. Jedenfalls kann ich mich dafür sicher begeistern!
Current mood: Shoryuken!
Currently listening to: Crystal Castles - Air war
Definitiv. Überrascht sowieso. „Überrumpelt“, möchte man fast meinen.
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Und überhaupt: Nächste Woche geht’s los und ich bin kein bisschen aufgeregt. Ich will nur in diesen verdammten Reformstudiengang, egal ob ich damit für die nächsten Jahre mit den langweiligsten Menschen dieser Welt zu tun haben sollte oder nicht. Ich will da rein. Bedingungslos.
Daher wünscht mir alles Glück, was man haben kann, hofft und betet für mich!
Current mood: Erleichtert.
Currently listening to: Crystal Castles - Alice Practice
Neulich erinnerte ich mich an meine Zeiten im Gospelchor und die damit verbundenen lehrreichen Erklärungen und Schulungen zum richtigen und physiologischen Singen. Schließlich kann Singen sehr anstrengend werden, wenn man seinen Körper falsch einsetzt, sodass die Kontrolle über die Rücken-, Bauch- und Brustmuskulatur, sowie über die gesamten Atemwege nötig wird. Ganz davon abgesehen, dass falsches Singen auch falsch klingt, aber das ist eine andere Sache.
Sich die richtige Technik anzueignen, ist freilich kein Kinderspiel, so hatte ich z.B. oft mit meiner Kehlkopfstellung zu kämpfen, die sich nach einem mehrstündigen Konzert mit Halsschmerzen bedankte. Kein Wunder, Stimmbildung ist eine komplexe und anfangs auch kompliziert wirkende Angelegenheit, was aber zum Glück von beruflichen Stimmbildnern umfassend vermittelt wird. Zudem ist für den auftretenden Amateur- und erst recht für den Berufssänger Stimmbildung unerlässlich. Wer darauf verzichtet, wird nicht nur Halsschmerzen und hin und wieder Heiserkeit davontragen.
Langzeitfolgen können etwa die gefürchteten Phonationsknötchen, auch Stimmlippenknoten genannt, sein. Phonationsknötchen sind kleine Verdickungen am Rand der Stimmlippen, oft auch „Stimmbänder“ genannt, die so den Stimmklang beeinträchtigen. Als Hauptsymptome gelten anhaltende Heiserkeit und Rauhheit der Stimme, lautes und kräftiges Reden fällt schwer oder ist nicht möglich. Der HNO-Arzt erlangt dann durch eine Kehlkopfspiegelung Erkenntnis. Werden dabei größere, harte Knötchen diagnostiziert, sind diese i.d.R. operationsbedürftig.
Phonationsknötchen gehen bei Sängern fast ausnahmslos auf eine andauernd falsche, daher über alle Maßen anstrengende Technik zurück. Daher wird man wohl keinen professionellen Sänger je mit dieser Diagnose vorfinden.
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Current mood: Geschont
Currently listening to: Alfredo Catalani - La Wally. Arie der Wally: "Ebben? ne andrò lontana". Interpretiert von Maria Callas, 1954.
Soeben zeigt RTL den x-ten Bericht über Pub Crawl, ein Veranstaltungskonzept, das bei Berlinern mehrheitlich Ablehnung findet, weil deren Teilnehmer wie Heuschrecken durch die Bars und Clubs dieser schönen Stadt ziehen. Und dann seh ich in diesen Report, dass ein alter Bekannter beim populärsten Anbieter jene Sauforgien organisiert.
Ich überlege schon, ob ich mich mal an dem Teilnehmertreffpunkt des Veranstalters einfinden soll. Vielleicht gibt’s ja auch Vergünstigungen. Obwohl ich Pub Crawling wie die meisten anderen Berliner auch eher abstoßend finde. Aber naja…
Current mood: ...
Currently listening to: ...
Ich habe ein kleines Geheimnis.
Nunja, das heißt, so geheim ist es auch wieder nicht. Man mag meinen, die Situation sei eine peinliche oder zumindest ungünstige. Da halte ich dagegen.
Beim Anblick so mancher medizinischer Prozeduren oder einiger Krankheitsbilder wird mir übel oder, viel öfter, ich reagiere mit Schweißausbrüchen, Gleichgewichtsstörungen und ähnlichem – das klassische „Umkippen“ folgt, wenn ich mich nicht in Acht nehme. Ich weiß nicht warum, eigentlich ist nie was dabei und auch sonst bin ich ekelresistent. Geistig hab ich es bisher immer ausgehalten, nur mein Körper hat mir ab und an zu verstehen gegeben, dass er eine Auszeit bräuchte.
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Current mood: frei von Scham
Currently listening to: Daft Punk - The brainwasher


