Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Current mood: Silvester!
Currently listening to: "Same procedure as every year!"




31.12.2008

In diesem Moment knallt es immer mal wieder um mich herum, sodass ich vom Pixies-Klassiker  „Where is my mind?“ nicht allzu viel hören könnte, würde ich dieser Ablenkung nicht mit einer entsprechenden Lautstärke entgegentreten. Es knallt im Kiez, als stünde die Rote Armee vor den Toren der Stadt. Aber nein, weit gefehlt: Es ist Silvester. Hier in dieser Gegend wohl schon seit vorgestern, seit Beginn des Feuerwerksverkaufs. Damit muss man einfach umgehen können, schließlich hat das Ghetto seine eigenen Gesetze.

Dabei könnte das Geknalle auch diesem Blog gelten – es feiert seinen 100. Geburtstag! Naja, nicht ganz, nur den hundertsten Eintrag, aber das will ja auch was heißen. Der alte Blog hat es immerhin auf ein Vielfaches geschafft (wollte jetzt nicht nachzählen, aber wird schon passen). Auch was die Besucherzahlen angeht. Obwohl er jetzt schon seit mehr als einem Jahr stillgelegt ist, verirren sich tagein tagaus ein oder zwei Seelen.
Auf diesem alten Niveau bin ich, so wie einst ein-, zweimal als Ziel formuliert,  immer noch nicht angelangt. Aber das wird. Ganz sicher.

Passend zu diesem runden Geburtstag kann ich verkünden, dass ich mich für die Variante entschieden habe, ein zweites Blog über Kunst, Design und Streetart parallel laufen zu lassen. Da man zu diesen Themen monatlich gut und gerne hundert Einträge verfassen könnte, das neue Blog also wesentlich schneller altert als dieses, hätte ein Einbringen dieses Themas schlussendlich die Verwaschung dieses Blogs zur Folge. Semper et ubique wäre kein Blog aus dem Leben eines Medizinstudenten mehr, sondern ein Blog eines Design- und Streetart-Liebhabers, der zufälligerweise auch noch Medizin studiert und hin und wieder mit privaten Angelegenheiten nervt.
Dann doch lieber ein zweites Blog starten. Bei der Gelegenheit will ich es mir auch nicht nehmen lassen, mir dafür „richtigen“ Webspace anzumieten, bei Semper et ubique kommt es ja leider hin und wieder zu Ausfällen… Sollte das neue Blog ein Flop werden, kann ich auch gleich mit diesem dorthin umziehen und hab dann nicht nur eine stabile Verbindung, sondern auch eine eigene Domain!
Als guter Gratulant habe ich anlässlich des runden Geburtstages natürlich auch an ein Präsent gedacht. Man kann ja nicht mit leeren Händen dastehen. Die letzten Tage habe ich – obwohl ich eigentlich alles über Blutdruckregulation und das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System im Speziellen lernen sollte – damit verbracht, das Design des neuen Blogs zu erstellen.

Der vorläufige Titel des Blogs wird „Castor & Pollux“ sein; in Anlehnung an die Dioskuren, den vergänglichen Castor (als Symbol für die kurzlebige StreetArt) und den unsterblichen Pollux (symbolisch für das in Galerien und Magazinen konservierte Design). Woran ich mir jedoch noch die Zähne zerbeiße, ist die Frage, wie ich die Hauptspalte besser gegen den Titel, die Navigation zur Rechten und den ganzen Rest abheben kann. Ideal wäre eine Lösung über einen Rahmen, der sich in das restliche klassisch und gediegen wirkende Design einfügt.
Für konstruktive Vorschläge und Kritik bin ich in jedem Falle zu haben.

Bis dahin wünsche ich allen ein schönes Silvesterfest, einen guten Start ins neue Jahr und diesem Blog noch eine tolle Geburtstagsparty.


Current mood: Knaller
Currently listening to: Trash Money - La nuit (RID Trash Mix)




24.12.2008

Ich stelle gerade ernsthafte Überlegungen an, ob ich nicht ein Kunst- bzw. Designblog starten respektive dieses Blog sogar in ein solches umwandeln soll. Nein, dann lieber zwei Blogs. Aber habe ich auch die nötige Zeit dafür? Wo es doch überaus verlockend klingt.

Ich werde besser noch (ein paar) mal darüber schlafen.


Current mood: Ein wenig verärgert.
Currently listening to: Crystal Castles - Black panther




22.12.2008

Ha! Das Rätsel ist gelöst!

Ich kenne sie aus der Abizeit. Wir hatten zwar nicht viel miteinander zu tun, weshalb es erstaunlich ist, dass sie mich überhaupt angesprochen hat, aber immerhin weiß ich, mit wem ich da sprach…!


Current mood: Triumph
Currently listening to: Efdemin - Bergwein




Seit ich wieder in der Heimat wohne und besonders in den letzten Wochen treffe ich allerhand Leute aus alten Schul-/Chor-/Basketball-/Partyzeiten wieder. Seien es ehemalige Mitschüler, alte Freunde, Lehrer oder gar Schuldirektorinnen – es vergehen in letzter Zeit kaum Tage, an denen ich nicht jemanden wiedertreffe. Für gewöhnlich halte ich es dabei so, dass ich die Personen nur anspreche, wenn ich ihren Namen noch kenne (und natürlich die Bekanntschaft groß genug ist um nicht wortlos dastehen zu müssen). Damit konnte ich mir bisher Peinlichkeiten und Unannehmlichkeiten ersparen.

Bis heute. Nicht nur, dass ich heute drei Personen traf, deren Namen ich mir allesamt nicht mehr ins Gedächtnis rufen konnte (beim ehemaligen Sportlehrer sehe ich das auch nicht so tragisch), nein, nicht genug: Beim Schlendern im hiesigen Konsumtempel begnegte sich der meinige Blick mit dem einer bekannt wirkenden jungen Frau. Jedoch nicht bekannt genug, um auf einen Namen zu kommen oder sich gar daran zu erinnern, woher ich sie kannte. Ihr erging es vielleicht ähnlich, vielleicht wusste sie auch, wer ihr da entgegen kommt, möglicherweise auch mit Namen. Gesichert ist nur, dass sie mich gleich ansprach und bei ein wenig Smalltalk auf meine forschende Nachfrage verriet, dass sie jetzt in Dresden im dritten Semester Chemie studiere. Aha, also kenne ich sie wahrscheinlich aus Schulzeiten. Aber woher nur?
Unbehagen machte sich breit. Wiedersehen mit einer seltsam bekannten Fremden. So muss sich Prosopagnosie anfühlen. Wer ist sie bloß? „Du sag mal: Wie heißt du gleich?“ Ne, das kann ich nicht fragen.

Und so gingen wir auseinander, zumindest einer von uns ohne zu wissen, mit wem er da gerade sprach. Vielleicht ging es ihr ja auch so. Sollten wir uns wiedertreffen und bis dahin kennen, wäre diese Begegnung immerhin ein gutes Gesprächsthema.
Aber sympathisch war sie. Hübsch auch.


Current mood: Lustig Rätsel raten
Currently listening to: Pixies - Where is my mind?




18.12.2008

Schon seit längerem grassiert ein hartnäckiges Virus in der Bloggergemeinschaft. Der Erreger der gemeinen Stöckchenwut, Rabies bacilli, zeichnet sich besonders durch seine immense Hartnäckigkeit aus. So gehört er zu den wenigen Erregern, die sich auf dem fäkal-okulären Übertragungsweg, also durch das bloße Erblicken der Ausscheidungen eines Infizierten (Vorsicht: Kontagiös!) verbreiten. Aber nicht nur daraus begründet sich seine besondere Gefährlichkeit; zudem existieren eine Vielzahl von Virusvarianten, die sich teils erheblich voneinander unterscheiden. Ihnen gemein ist aber in jedem Falle ein Teil der Symptomatik: als Leitsymptom schwere Hyperphasie mit Selbstoffenbarungstendenzen, auf Fremdinfektion ausgerichtete Verhaltensweisen, sowie häufig auch mangelndes Einschätzungsvermögen für Relevanz und Irrelevanz. Vor der Stöckchenwut kann nur dringlichst gewarnt werden! Meiden Sie jeden Kontakt zu Bloggern und Blogs – überall kann der Erreger im Gewande harmlos aussehender Artikel lauern!

Schon ist es um mich geschehen. Trotz meiner bisherigen Hartnäckigkeit. In Anbetracht der üblichen Inkubationszeit von einer Sekunde bis zu drei Monaten und der Tatsache, dass ich schon vor einiger Zeit kontaminierte Artikel gelesen habe, hat mich wohl eine besonders heimtückische weil so lange latent gebliebene Virusvariante befallen, Rabies bacilli ssp. anni praeteriti:

Vorherrschendes Gefühl für 2009? Entdeckerdrang vielleicht. Gespannt sein, was das Studium noch bringen mag. Hoffnung aber auch. Dass ich schleunigst eine Wohnung finde und auch bekomme. Und noch ein weiteres Gefühl, dessen Namen ich nicht kenne.

2008 zum ersten Mal getan? Saubere Schnitte mit einem Skalpell setzen.

2008 nach langer Zeit wieder getan? Wieder in der Heimat wohnen!

2008 leider gar nicht getan? Basketball spielen… Seit der Vereinsfusion letztes Jahr und dem Umzug an die Küste ist leider nichts mehr draus geworden. Und irgendwie fehlt es mir.

Wort des Jahres? US-Wahlkampf… -.-

Zugenommen oder abgenommen? Zunächst gut abgenommen, aber seit ein, zwei Monaten leider wieder zugenommen – die Bekämpfung dieses Zustandes ist aber schon in die Wege geleitet!

Stadt des Jahres? Wiesbaden. Für die Austragung der unterhaltsamen und spannenden Wahlkampf-Festspiele unter der Leitung der famosen Intendatin A. Ypsilanti!

Alkoholexzesse? Exzesse keine. Mit Alkohol begossene, schöne Momente dafür umso mehr.

Haare länger oder kürzer? Erst kurz, dann wieder länger und aufgrund des ähnlichen Schnitts leider mittlerweile auch wieder zur alten Form zurück. Aber das ändert sich bald.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Zu meiner völligen Überraschung ist es erstmals gleich geblieben! Beidesitig 2,5 Dioptrien Kurzsichtigkeit und kein Bisschen weiter!

Mehr ausgegeben oder weniger? Aufgrund der verbesserten Einkommensverhältnisse und des Status als Selbstversorger naturgemäß mehr. Dafür aber nur für sinnvolle Investitionen.

Höchste Handyrechnung? Geschätzte fünfzehn Euro.

Krankenhausbesuche? Etliche. Onkologie/Palliativmedizin, Gefäßchirurgie, Kardiologie, Gastroenterologie, Allgemeine Chirurgie, onkologische Tagesklinik, Notaufnahme, Radiologie/Funktionsabteilung, Pathologie, Apotheke, Labor, Intensivstation/Nephrologie, Geriatrie. Aber glücklicherweise alles nur durch den Zivildienst oder das Studium.

Verliebt? Schwieriges Thema. Zumindest gewesen.

Most called person? Exfreundin.

Die schönste Zeit verbracht mit? Exfreundin.

Die meiste Zeit verbracht mit? Exfreundin. (Das Stöckchendesign fördert ja geradezu Redundanzen…)

Song des Jahres? Viele, viele. Zunächst alles, was in diesem Blog aufgetaucht ist. Daneben unbedingt einige Lieder von Crystal Castles, Does it offend you, yeah?, Ghinzu, Ratatat und Sigur Rós.

Buch des Jahres? Da muss ich mit dem Rettungsdienstzivi überein stimmen: „House of God“. Aber dicht dahinter liegt gleich „Der alte Mann und das Meer“.

TV-Serie des Jahres? Dr. House. Was anderes habe ich dieses Jahr zumindest regelmäßig auch nicht gesehen. Ach nee: Krömer! Klar, der Krömer! Wie konnte ich den nur vergessen?!

Erkenntnis des Jahres? Eine Wohnung finden und eine Wohnung bekommen sind zwei vollkommen verschiedene Dinge.

Drei Dinge auf die ich gut hätte verzichten können? Nur drei? Na gut: am letzten Arbeitstag eine Nachtdienst-Überstunde einlegen um eine volle Darmladung Dünnschiss aus dem Bett zu schälen (ungelogen vom Kissen bis zum Fußende), den Block „Bewegung“ und den Dozenten für Biophysik.

Schönstes Ereignis? Diese Frage birgt die Gefahr in sich, mit der Entscheidung für ein bestimmtes Ereignis andere wunderbare Momente zu deklassieren. Antworten muss ich dennoch. Dann entscheide ich mich für die allererste Minute des Jahres 2008: Silvesterfest in Warnemünde! …oder doch lieber Ostern?

2008 war mit einem Wort? Turbulent.

Und wer wird als nächstes infiziert? Monsterdoc, Momoko, Assistenzarzt und Jenny!


Current mood: Infiziert!
Currently listening to: You say party! We say die! - Stockholm Syndrome part I




Da komme ich gestern von der Mensa, biege in die Friedrichstraße ein und gehe an dem Schaufenster eines Kunstbuchhändlers vorbei: „Alle Bücher zwei Euro“. Wie bitte? Das musste doch einen Haken haben! Aber nein, den gab es nicht. Drinnen tummelten sich schon die Leuten und kramten hektisch in den wenigen Büchern, die überhaupt noch da waren, denn, klar, wenn ein solcher Laden einmal schließt, gehen die Restbestände natürlich besonders schnell weg. So stand vor mir in der Schlange ein junger Mann, der 27 Bücher kaufte – für 54 Euro. So viel Geld habe ich dann aber doch nicht ausgegeben, sechs Euro waren aber in jedem Fall ein guter Preis für folgende drei hochwertigen Bücher:

Vicenç Alataió, Daniel Giralt-Miracle (Hrsg.) – Visualkultur.cat – Kunst, Design, Bücher (Neupreis 38,00 Euro): Ein Bildatlas und Literaturverzeichnis über die katalanische Kunst seit der Zeit der Dikatatur bis zum Zeitalter der modernen pulsierenden Metropolen von heute. Viele sehr interessante Werke, die durch ihren frischen und klaren Stil bestechen!

Johnathan Barnbrook – Barnbrook Bible (Neupreis 56,00 Euro): Eine grandiose Sammlung der bestechenden Werke des weltbekannten Grafikdesigners und Typographen Johnathan Barnbrook. Dem unverwechselbaren Stil, der eine ganze Generation von Designern beeinflusst hat wird mit diesem einzigartigen Buch ein würdiges Denkmal gesetzt!

Vlad – Lichtbildpanoptikum (Neupreis 25,00 Euro): Ebenfalls ein reiner Bildband. Viele der enthaltenen Fotografien kann man auch auf www.lichtbildpanoptikum.de einsehen.

Wenn man das mal so zusammenrechnet, habe ich für Bücher im Wert von 119 Euro einen Rabatt 99,5% erhalten. Und eine große Tragetüte.
Heute dann schau ich bei Wohlthat vorbei und was sehen meinen glücklichen Augen? Einen großen, dicken Wälzer: „Lewis Carroll – The complete works“ mit dreiseitigem Goldschnitt für lächerliche 20,00 Euro!
Jetzt quillt mein Regal über.


Current mood: So könnte Weihnachten immer sein!
Currently listening to: The Go! Team - Huddle formation




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