Der Reformstudiengang Medizin ist ja wirklich eine feine Sache: Nicht nur, dass man von Anfang an patientennah lernen kann, die Fächertrennung zwischen Grundlagen- und „echten“ Fächern komplett aufgehoben ist und dass man alle Inhalte anhand von Patientenfällen erarbeitet; nein, das ist bei weitem nicht genug, jede Woche warten neben i.d.R. zwei Seminare und einer Übung auch ein Praktikum auf den motivierten Studenten, bei dem man an mal einen Abstecher in den pathologischen Sektionssaal (Merke: Frische Leichen!), viel häufiger in den anatomischen Präpariersaal (Merke: Alte Formalinleichen!) und sonst an alle möglichen anderen Orte unternimmt. So machte ich mich heute in alle Frühe auf den Weg ans andere Ende der Stadt zum dortigen Campus der Uni und besuche das dortige Labor (als ob es das nicht auch an einem näheren Campus gäbe).
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Current mood: Kopfschütteln
Currently listening to: Tying Tiffany - Wake up
Ich möchte einfach mal dezent auf das überaus gelungene Video zum mindestens ebenso grandiosen MRSA-Song vom Monsterdoc verweisen…
Anschauen! Ein Muss! ![]()
PS: Für alle, die nicht aus dem Gesundheitsgewerbe kommen, MRSA-Infektionen sind aufgrund der peniblen Hygienebestimmungen und ihren häufigen Vorkommens so ziemlich das Nervigste, was einem im Krankenhaus begegnen kann.
Current mood: Amüsiert
Currently listening to: MRSA-Song
Daheim angekommen gilt die Aufmerksamkeit zu aller erst der Waschmaschine: Klamotten ausziehen und im Kochwaschgang maximal desodorieren und desinfizieren (wenn’s ginge auch sterilisieren).
Aber nein, nicht nur, dass man sich das Zeug auf die aus dem Kittel hervorlugenden Ärmel gespritzt hat, das war wohl nicht genug, auch die zwischen Ärmel und Handschuhen bloß liegende Haut war dem kalten Ekelkram ausgesetzt. Ein unachtsamer Moment, eine falsche Bewegung und schon ist der erste Kontakt hergestellt. Sei es flüssig, sei es schwabblig, bindegewebig oder fest, kein Problem, es geht ja schnell. Trotz mehrmaligen Händewaschens und -desinfizierens, der Geruch will nicht von meinen Händen weichen.
Aber hey, es ist ja nicht kontagiös. Sagen die jedenfalls immer.
PS: Erkenntnis des Tages: künstliche Mitralklappen sind unverwüstlich. Bei Gelegenheit schon mal prophylaktisch auswechseln lassen. Man kann ja nie wissen.
Current mood: Waschzwang ausleben
Currently listening to: Justice - Valentine
Jetzt ist es soweit: Wie bereits versprochen habe ich ein neues Blog angelegt, die letzten Tage und Wochen ausgiebigst am Design gearbeitet und nun, nun kann ich seine Geburt verkünden:
Auf www.castor-und-pollux.de soll es fortan um alles Künstlerische gehen, was mich beschäftigt und aufgrund seiner Fülle hier keinen Platz findet. Eben aus diesem Grund war es nötig geworden, einen von Semper et ubique getrennten Ort zu finden, der als Schaufenster für Design, UrbanArt, Typographie sowie Impressionen aus meinem geliebten Berlin dienen kann. Die ersten Artikel sind bereits geschrieben und ich bin zuversichtlich, dass das noch fröhlich so weiter gehen wird.
Auch optisch hat das neue Blog nichts mehr mit Semper et ubique zu tun. Ein helles und lockeres Design, das in einem klassisch-eleganten Stil viel Wert auf Typographie und Corporate Design legt und dadurch einen starken Kontrast zu den Inhalten des Blogs, modernes Design in knalligen Farben und den Charme von UrbanArt, schafft.
Die Umsetzung hierzu war nicht ganz einfach: Die letzten Wochen habe ich ein WordPress-Theme fast von Grund auf selbst erstellt, nur für die Containergliederung habe ich auf bereits bestehende Designs zurückgegriffen. Diese weitestgehende Selbständigkeit war auch unbedingt nötig, denn so hat das neue Blog nicht irgendein Theme von vielen, das man auch auf anderen Blogs findet, sondern genau das Design erhalten, das eben zur ihm passt.
Zwar ist noch nicht alles fertig, so will eine „About“-Seite geschrieben und vielleicht noch so einige Kleinigkeiten umgesetzt werden, aber das wird in den nächsten Tagen in Angriff genommen und unauffällig eingebunden.
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Wie gefällt euch das neue Blog? Was sagt ihr zur Aufmachung? Was könnte man besser machen? Noch kann das Design ausgebessert werden, also haltet eure Meinung nicht hinterm Berg!
Current mood: Froh und stolz!
Currently listening to: The White Stripes - Hypnotise
Heute fand das wahrscheinlich bisher klinischste Praktikum statt: „Pathologische Veränderungen des kardiovaskulären Systems“ oder kurz: Wir gehen in das pathologische Institut und wohnen einer Sektion bei. Sehr spannend, aber viel möchte ich aus ehtischen Gründen nicht darüber sagen… Außer eins. Allerdings etwas Makaberes und Ekelerregendes, nichts für schwache Gemüter:
Unterm Strich jedoch konnte ich aus diesem Praktikum einige sehr lehrreiche Erfahrungen mitnehmen, nicht nur, weil es sich stark von den Praktika aus dem Anatomiesaal unterscheidete.
Current mood: Servicemitarbeiter nerven
Currently listening to: Coachwhips - One inch of my heart Coachwhips - Brains out
So neigt sich die vorlesungsfreie Zeit zu Ende und auf was kann ich zurückblicken? Zwei Wochen mit viel zu viel Partys und viel zu wenig Lerneinsatz. Zumindest wenn man es mit gewissenhafter Urteilskraft betrachtet. Zwei Wochen lang praktisch immer nach 10.00 Uhr aufstehen, den lieben, langen Tag keine nachhaltigen Tätigkeiten auf die Reihe bekommen und abends dann wieder unters Volk mischen. Ferien halt.
Morgen fängt die Uni wieder an. Dann heißt es wieder: übertrieben lange Fahrtwege bewältigen, für ein paar Stündchen die Ohren spitzen und dann nach einem zünftigen (und wahrscheinlich schon wieder verteuerten) Mahl ab in die Bibliothek und die Lernzeile bearbeiten, äh Pardon, schlafen respektive quatschen. Morgen geht es schon wieder um acht Uhr in der Frühe los, Biochemie Tutorium: „Proteinsynthese und Proteolyse“ bei unserem legendären Biochemie-Prof. Gleich im Anschluss wird dann wieder ein neuer POL-Fall vorgestellt, bearbeitet und diskutiert.
Dienstag geht’s dann ans andere Ende der Stadt: Berufsfelderkundung in einer Klinik für Psychosomatik. Na das kann ja heiter werden. Mittwoch und Donnerstag gibt es dann zwei Seminare zum Thema Koronare Herzkrankheit, Mittwoch einen weiteren Termin auf der nephrologischen Intensivstation zum Thema EKG, sowie Freitag vor der POL-Abschlusbesprechung ein Praktikum zum Thema „Pathologische Veränderungen des kardiovaskulären Systems“.
Thematisch zwar alles Knaller, aber so recht motiviert bin ich nicht. Vielleicht wegen der eher entspannten vergangenen zwei Wochen? Oder eher wegen der Tatsache, dass ich ein mehr oder minder schweres Defizit bei der Bearbeitung der für den Block und die Prüfung relevanten Lernziele habe?
Wird Zeit, dass die Ferien kommen.
Current mood: Unmotiviert.
Currently listening to: Justice - Tthhee Ppaarrttyy (live)

Liebe Studierenden,
nun ist es soweit: Sie schreiben Ihre Semesterklausur. Mit einem Katalog von 150 5 Fragen, die allesamt von der Prüfungskommission diskutiert und genehmigt wurden, liegt die Bestehensgrenze von 60% bei genau drei Richtigen.
Bitte lassen Sie zwischen Ihnen mindestens einen Sitz sowie jede zweite Reihe frei. Einzig erlaubtes Hilfsmittel ist Google. Ihre Bearbeitungszeit beginnt jetzt und endet am 5.Januar um 20:00 Uhr.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
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Current mood: Prüfungsstress
Currently listening to: Jeopardy Jingle
Was mag das sein? Etwa 400 partywillige Leute (siebenmal so viele wie geplant) versammeln sich im Herzen des Berliner Szenebezirks Friedrichshain, am Frankfurter Tor, haben allerhand Raketen, Knaller und Fontänen, sowie Sekt, Bier und Hochprozentiges dabei und streunen über die Frankfurter Allee, von einer Straßenseite zur anderen, von Tür zu Tür.
Hm. Schwierig?
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Current mood: Im letzten Kampf mit dem Kater
Currently listening to: Coachwhips - Boom pow awesome wow


