Soeben läuft bei stern TV ein sehenswerter Beitrag zu den Gefahren von Internetdatingbörsen. Dazu hat sich der Reporter u.a. bei studiVZ unter falschem Namen und falschen Angaben angemeldet, um zu sehen, wie leichtfertig deutsche Frauen sich mit absolut fremden Menschen verabreden – Hintergrund ist der echte Fall eines zweifachen Mörders, der mit dieser Masche seine Opfer fand.
Der Spaß: Der Reporter meldete sich als „Johannes Sisko“ an (man muss eingeloggt sein, um das Profil sehen zu können), was man auch kurz im Beitrag bei stern TV sehen konnte. Wie ich also so bin, hab ich gleich nach dem Johannes gesucht. Und gefunden. Zwei Einträge auf seiner Pinnwand.
Und dann nach einer Minute: Schon mehr als hundert Einträge von stern-TV-Zuschauern… Schon amüsant.
PS: Auch ein „Adrian Lehnhof“, Lockvogel der selben Sendung, erlebte einen ähnlich seltsamen Hype…
Current mood: kommt aus dem Grinsen nicht mehr raus...
Currently listening to: stern TV
In den letzten Monaten habe ich erstaunlich oft Nasenbluten. Es kommt stets unangekündigt, mal ist es harmloser, mal dauert’s eine Weile, bis der Spuk vorbei ist. Aber irgendeinen Grund muss es doch geben… Männliche Menstruation? Wurde nie nachgewiesen. Gerinnungsstörungen? Ja, es müssen Gerinnungsstörungen sein.
Zudem habe ich in letzter Zeit immer häufiger das Gefühl, Pulse an solchen Stellen zu spüren, wo ich sie nie vermutet hätte. Im Ohr, auf der Nase. Und überhaupt überall. Von wegen Gerinnungsstörungen! Es ist Bluthochdruck! Und zwar ein ganz hoher!
Aber woher? Hm. Ich habe meine Ernährungsgewohnheiten in letzter Zeit nicht geändert, an Gewicht nehme ich sogar peu à peu ab.
Ja, ich weiß es! Es passt ja sogar, ich meine, ich bin ja noch jung und da taucht ein schlagartig erhöhter Blutdruck ja nicht einfach so auf. Es muss eine Nierenarterienstenose sein: Auf eine Verengung der die Nieren versorgenden Gefäße und die dadurch verminderte Durchblutung lässt die Niere den Blutdruck steigen, damit trotzdem noch was bei ihr ankommt. Glasklar, das muss es sein.

Hypochondrie at it’s best. Ist das der Weg eines jeden Mediziners? Schwer zu sagen. Noch ist es amüsant, darüber zu sprechen und unter den Kommilitonen darüber zu scherzen. Aber umso mehr Krankheiten man kennenlernt, je besser man sie nach Schwere und Prognose einzuschätzen weiß, je mehr man über Auftretenswahrscheinlichkeiten hört, desto öfter denkt man darüber nach, wie viele dieser Krankheiten man im Laufe seines Leben durchmachen wird. Schon erschreckend.
Current mood: Kleine Zipperlein hie und da
Currently listening to: Lykke Li - Dance, dance, dance
Der Tag beginnt mit tierischen Kopfschmerzen. Besser hätte es nicht kommen können. Denn heute lud die Uni zur praktischen Prüfung, dem sog OSCE (Objective structured clinical examination).
Anlässlich des OSCE des Berliner Reformstudiengangs wird eine Etage gesperrt und sieben Räume mit unterschiedlichen Stationen und dazugehörigen Aufgaben bestückt. Die Studenten warten im Kittel vor ihrer ersten Station und sobald die Klingel schrillt dürfen sie die an der Tür angebrachte Klappe öffnen und die Aufgabenstellung lesen. Dann geht es in den Raum und man führt die Aufgabe – häufig an eigens geschulten Personen, den Simulationspatienten – unter Aufsicht aus. Für jede Station, Aufgabenstellung lesen und ausführen, hat man sechs Minuten Zeit, dann wird gewechselt. Nach etwa einer Stunde hat man dann alle Stationen gesehen und die Prüfung ist auch schon wieder vorbei.
Aber zu den Aufgaben: Zunächst sollte ich einen Simulationspatienten in Hinblick auf einen möglichen Beckenhochstand untersuchen und außerdem der Prüferin den M. quadriceps femoris mit seinen Anteilen, Ansatz und Ursprüngen zeigen – beides kein Problem.
In den folgenden Stationen sollte man eine Reanimation mit Defi, bzw. eine symptomorientierte Anamnese oder eine Untersuchung des Herzens incl. Abhören und Herzspitzenstoß durchführen. An anderer Stelle sollten Reflexe getestet werden – blöd nur, dass der Simulationspatient einen der beiden selbst mit Hilfsmitteln partout nicht zeigen wollte. Egal, was soll man machen.
Die anderen beiden Aufgaben bestanden darin, eine venöse Blutabnahme für bestimmte Laborparameter durchzuführen bzw. bei einem Simulationspatienten die Beweglichkeit der Hüftgelenke nach der sog. Neutral-Null-Methode zu beurteilen und zusätzlich min. zwei Muskeln mit einer bestimmten Funktion am Modell zu zeigen und zu benennen.
Also an sich keine große Schwierigkeit. Wäre da nicht die unheimliche Aufregung gewesen… Und das anstrengende Reanimieren.
Ich bin jedenfalls trotz mancher Schusselfehler und der streckenweisen Vergesslichkeit sehr zuversichtlich!
Current mood: Kopfschmerzen über alles
Currently listening to: Hammer und Amboß spielen Trommelkonzert
Soeben ging die zweite Folge der neusten Ärzteserie „Klinik am Alex“ zu Ende.
Endlich. So einen Schmarrn hält man ja im Kopf nicht aus. Nicht nur, dass die Serie totlangweilig ist, oder, dass sie so plump Grey’s Anatomy abkupfert, was anderes kann man klaren Verstandes auch nicht erwarten. Nein, es handelt sich wieder einmal um eine Ärzteserie, wo die medizinischen Berater entweder ihre Mäuler nicht aufbekommen oder, viel wahrscheinlicher, den ganzen Tag nur rumsitzen und Kaffee trinken. Da kann man doch nur noch hoffen, dass diese volksverdummende Sendung schleunigst wieder abgesetzt wird…
Current mood: Verärgert
Currently listening to: Mahnungen meines Gewissens, viel mehr für die Prüfung zu lernen

