Wenn es um Forschung geht, muss ich ehrlich sein und zugeben, dass das kommende Praktikum in einer Forschungsgruppe nicht die einzige Erfahrung mit wissenschaftlicher Arbeit sein wird. Tatsächlich wird mein erster Kontakt mir der Forschung bald abgeschlossen sein. In diesem Moment nehme ich an einer klinischen Studie teil. Als Proband.
Nun, eigentlich mag ich es nicht, mit Freunden oder Verwandten über dieses Thema zu reden. Es gibt nur eine Handvoll Personen, die wissen, wo ich mich im Moment befinde (um genau zu sein: es sind nur vier Eingeweihte). Und zwar, wegen meiner Erwartung, wie die Leute wohl reagieren würden, wenn ich ihnen erzählte, dass ich Arzneimittel für einen wissenschaftlichen Zweck nähme: Ich schätze, sie würden überreagieren, emotional aufgeladen sein und nicht einsehen, dass ich tatsächlich ziemlich genau weiß, was ich hier tue und wo die Risiken liegen. Ich will mich einfach nicht für eine Entscheidung rechtfertigen müssen, die mich allein betrifft.
Also, meine medizinische Leserschaft, so sieht es aus: Die Klinik, wo ich mich derzeit befinde, untersucht ein neuartiges Diabetesmedikament, das einen Zuckertransporter in der Niere blockiert und somit den Blutzucker der Patienten durch bloßes Glucose-Pinkeln senkt. Dieses Arzneimittel wird eine gute Wahl für Patienten mit einem milden Diabetes sein. Dreizehn vorherige Studien, neben denen an Zellkulturen und Versuchstieren, haben gezeigt, dass die einzigen nennenswerten Nebenwirkung Kopfschmerzen (wie auch bei fast jedem anderen Medikament) und Harnwegsinfekte sind (wegen des Zuckers im Urin).
Die Wahrscheinlichkeit für letztere Nebenwirkung wird durch eine regulierte Wasseraufnahme von drei Litern pro Tag minimiert, so dass die Bakterien einfach durch häufiges Pinkeln ausgespült werden. Bisher hat keiner von uns Probanden irgendwelche Nebenwirkungen verspürt. Was bedeutet, dass diese Studie sonst ziemlich ruhig und glatt verläuft. Man hat jede Menge Zeit um zu tun, was man will, es ist unterm Strich ein sehr lockerer Aufenthalt.
Heute also ist mein letzter Tag in dieser Studie, nach dem morgigen Frühstück werde ich von einer Freundin abgeholt und dann werden wir einen großartigen Tag verbringen! Wie dem auch sei, dieser letzte Tag wird der härteste sein (wenn das überhaupt ein passendes Wort für diese entspannte Studie ist): Die Probanden müssen für eine tagesbilanzierende Analyse Urin sammeln und immer wieder Blutproben abgeben um die Medikamentenkonzentration im Blut verfolgen zu können. Das war’s.
Ziemlich einfach, oder? Nun, wie der Titel dieses Artikels impliziert, ist dies eigentlich der erste Teil meines Kontaktes mit medizinischer Forschung. Und es ist ziemlich dröge. In der Tat. Habe ich noch eine Arbeit erwartet, bei der man tatsächliche bestimmte Sachverhalte herausfindet, scheint die klinische Forschung ziemlich langweilig. Man achtet nur noch auf die Zeit und versucht, den Qualitätsstandard hoch zu halten. Das ist mitnichten meine Sache.
So we‘ll see if I will enjoy my first direct participation in research – it’s going to be oncology! Maybe about cell death, but that’s not for certain. I‘ll keep you up date!
Also werden wir sehen, ob mir mein erster direkter Kontakt mit der Forschung gefallen wird – es wird die Onkologie sein! Vielleicht geht’s um Zelltod, aber das ist noch nicht sicher. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Current mood: Overwhelmed by the sheer wealth of art history
Currently listening to: Sigur Rós - Fljótavík
Ach ja, neben meinem florierenden Kunstblog Castor & Pollux, habe ich einen zweiten Kunstblog eröffnet: Ganymed. Gehör zu den coolen Kids und zieh es dir rein.
Current mood: Even more excited!
Currently listening to: Chet Baker - I fall in love too easily
Jeder hat seine ganz eigenen Träume, manche bleiben bestehen, andere vergehen mit der Zeit. Da ich bisher nur ein paar Länder bereist habe (Zumindest gemessen an meinen Kommilitonen. Es scheint so, als sei für manche das Studieren nur eine Nebenbeschäftigung neben all den Reisen…) und es so viele Orte in der Welt gibt, die man einfach nicht verpassen darf, bestehen einige meiner Träume darin, solch phantastische Orte mit eigenen Augen zu sehen.
Und jetzt ist die Zeit gekommen, einen davon wahr zu machen: Diesen Sommer fahre ich nach Island.
Ich kann sie schon alle sagen hören: Es ist doch viel zu kalt dort!Tatsächlich? Ich habe so lieber. Also wird es ein Wellnessurlaub?Äh, nein… Wer würde es dann je in Erwegung ziehen, an einen so langweiligen, blöden Ort zu fahren? Ich zum Beispiel, Spacken.
Das Beste an Island: Es ist rau. Das Wetter, die Landhschaft, die ganze Reise.
Ich werde für 19 Tage bleiben (das sind verdammt nochmal n-e-u-n-z-e-h-n Tage!) und durch das Hochland trekken. Nur ich, mein Rücksack angefüllt mit Ausrüstung wie einem Zelt oder einem Kocher, meine Kamera und die wunderschöne Landschaft in Islands Herzen. Dabei werde ich Lavawüsten durchqueren, Gletscher, Vulkane, Berge, jede Menge Wasserfälle und geothermale Gebiete sehen, in heißen Quellen baden, Gletscherbäche furten und einfach nur die pure Schönheit der Natur genießen.
Tatsächlich verunglücken auf einer der Routen, die ich begehen werde, hin und wieder Menschen in Schneestürmen – mitten im Sommer –, oder fallen im dichten Nebel von einer Klippe. Keine gute Sache. Das Wetter kann dort jeden Moment umstürzen und es für ein, zwei Tage unmöglich machen weiterzuwandern. Daher braucht es eine flexible Planung. Macht die Sache aber nochmal eine Spur aufregender.
Ich bin schon total aufgeregt! Die Planungsphase ist nun fast abgeschlossen und in einem oder zwei Monaten werde ich genug Geld haben um die ganze Ausrüstung zu kaufen – und dann bis zum Tag, wo ich das Flugzeug besteige, immer aufgeregter werden.
Good thing for you, I‘ll post my experiences in the form of a travel diary in a new blog. I‘ll keep you informed!
Und mit euch und meinen Freunden werde ich dann meine Eindrücke in Form eines Reisetagebuches/Blogs teilen. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Current mood: Excited! Excited! Excited! Partly because of the new Alice movie!
Currently listening to: The Isley Brothers - Ohio

