Diesen Artikel gibt es bisher leider nur auf Englisch!


Current mood: Weary by all means.
Currently listening to: Foals - Spanish Sahara (Deadboy Remix)




Ich habe nicht viele Zimmerpflanzen. Ein Heidekraut, ein Kaktus, ein anderes Gewächs und sonst nur ein Topf Thymian und einen mit Basilikum. Keine Mischung, mit der man Inneneinrichtungspreise gewinnen könnte. Wohl eher eine traurige Komposition heimgärtnerischen Pragmatismus. Dennoch, so schnöd dieses Ensemble auch sein mag, sind sie doch der Spiegel meiner selbst. Geht es mir gut, so wachsen und gedeihen sie, welken und verlieren sie ihre Blätter, so lässt auch der Halter den Kopf hängen.

Mein Basilikum, der einst so kühn an der Fensterscheibe hochsch0ß, geht dieser Tage ein.
Derzeit wächst mir alles über den Kopf. Dabei ist es, so übersichtlich betrachtet, gar nicht so viel, was mich beschäftigt:

  • einen Patienten für den Patientenbericht finden und diesen schreiben
  • den Vortrag für das Forschungspraktikum nachrecherchieren, schreiben und halten
  • die Prüfungsvorbereitung einleiten
  • den Umzug planen
  • den üblichen Uniaufwand betreiben: Bücher wälzen, Kapitel lesen, später wieder nachlesen
  • mit der Planung für das Auslandsjahr abschließen
  • Bloggen und Kunst
  • die Islandplanung zum Abschluss bringen
  • täglich joggen gehen und dem Axiom Mens sana in corpore sano frönen (wollen)
  • dem Job nachkommen
  • die WM verfolgen
  • Zeit mit Freunden verbringen. Naja, derzeit eigentlich nur mit einer einzigen Freundin.

- geordnet nach aufgebrachter Zeit, von wenig bis viel.
Jetzt, wo ich diese Liste einmal schriftlich festgehalten habe, erscheint ihr Ausmaß doch erdrückender als gedacht. Eine Aufgabe für Pragmatiker, für Macher und Workaholics, doch keine Aufgabe, die ich im Handumdrehen bewältigen könnte.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich immer labiler fühle. Meine Belastbarkeit nimmt weiter ab, ich kann mich immer schlechter konzentrieren, schweife immer häufiger ab, bin unruhig, zuweilen gereizt. Ich werde vergesslich, schlafe mehr als sonst und habe einen ständigen, wachsenden Schlafbedarf. Das zehrt. Ungemein.

Wenn da das emotionale Seelenheil wäre… Das ist ohnehin eine andere Kiste.Was im Moment zählt, sind die obigen Dinge. Geordnet von höchstdringlich nach aufschiebbar, von primär nach nachrangig. Wenn alles dieser Tage so kommt, wie ich es mir nun ausmale, dann wird meine einsame Reise durch Island in der Tat die erhoffte Auszeit von Allem sein. Ich brauche einfach Abstand. Abstand von allem, was mich von außen, aber vor allen Dingen vor dem, was mich innerlich fordert.

Es wächst mir alles über den Kopf. Und mein Basilikum gar nicht mehr.


Current mood: Unkraut im Beet.
Currently listening to: Sigur Rós & Steindór Andersen - Hugann seiða svalli frá




It’s not because of the money.
It’s not because of being electronically deaf and mute now.
It’s even not because of all the telephone numbers.

It’s only because of the memories I have lost, the memories that were on record, stored in piles and piles of text messages. Memories of better times, memories of brighter moments.

It was my greatest fear to unnoticeably forget how I enjoyed the time with her. The fear, that somewhen there will be only a subtle notion left of the wonderful felicity that had happened to me. The fear, that somewhen all my memories will fade to grey and thus I will become emotionless regarding the luck and joy I had.

I am deeply drowned in fear.


Current mood: Amnesia has just begun
Currently listening to: Pixies - Where is my mind?




Heute hieß es, früh aufzustehen. 6:20 Uhr klingelte der Wetter, ich hatte vorsorglich zehn Minuten zum Dösen eingerechnet. Schließlich rede ich mir seit eh und je ein, wenn ich früher aufstehe, habe ich mehr Zeit um wach zu werden. Also schaltete ich den Wecker wie auch mich selbst in den Schlummermodus. Doch als ich wieder aufwachte, war es 7:30 Uhr, in zehn Minuten würde ich losgehen müssen.

Ich war wieder eingeschlafen, keine besondere Sache für mich. Was jedoch ungewöhnlich war: Ich hatte intensiv geträumt und war mittendrin aufgewacht.

Ein Traum, den ich bisher nie hatte oder an den ich mich nicht als solchen erinnern kann. „These memo­ries defy any tem­po­ral clas­si­fi­ca­tion, so that one may not dis­tin­gu­ish any­more, if they were lived or dreamt.“ – Ein Ausspruch, den ich gern und oft rezitiere. Und doch schien dieser Traum so vertraut und bekannt. Denn eigentlich durchlebte ich ein Szenario, dass ich derart genau kannte, als ob ich es einige Male erlebt hätte, und doch deckt es sich in keinem Punkt mit der Realität. Womöglich bin ich mir heute eines immer wiederkehrenden Traumes bewusst geworden.

Den ganzen Beitrag lesen »


Current mood: Irritiert.
Currently listening to: Alva Noto + Opiate - Opto File 2